EBM Export GmbH

FAQ: Holzzementplatte Duripanel B1 / A2

In welchen Abmessungen ist Duripanel erhältlich?

Folgende Plattenformate von Duripanel B1 sind erhältlich:
2.600 x 1.250 mm
3.100 x 1.250 mm
Die Platten sind in bis zu 13 verschiedenen Dicken von 8-40 mm erhältlich (je nachdem ob geschliffen oder ungeschliffen).

Folgende Plattenformate von Duripanel A2 sind erhältlich:
2.600 x 1.250 mm
3.100 x 1.250 mm
Die Platten sind in bis zu 8 verschiedenen Dicken von 10-32 mm erhältlich (je nachdem ob geschliffen oder ungeschliffen).

Welche Anwendungsbereiche werden von Duripanel abgedeckt?

Die Hauptanwendungen für die zementgebundene Holzspanplatte Duripanel sind:

1. Holzbau/ Holzrahmenbau
2. Hohlraumböden
3. Trockenestriche
4. Schallschutz/ Akustik
5. Brandschutzkonstruktionen
6. Dachkonstruktionen
7. Dachbekleidungen innen
8. Innenraumbekleidungen

Einige spezifische Eigenschaften prädestinieren Duripanel für bestimmte Sonderanwendungen:

1. im Schalungsbau (z.B. frostbeständig)
2. für Lärmschutzwände (z.B. große Masse)
3. im Containerbau (z.B. hohe Stoßfestigkeit)
4. im Balkonböden
5. im Fassadenbau
6. bei Systemböden (Schimmelpilzresistenz)

Was bedeutet Duripanel B1 und A2?

Die Baustoffklasse B1 bedeutet schwer entflammbar und die Baustoffklasse A2 steht für nicht brennbar. Entspricht nach EN 634-2 Klasse 2 nichtbrennbare zementgebundene Spanplatte; und DIN 4102-A2 bzw. A2-s1, d0 nach EN 13501-1 Ausbauplatte.

Welchen Unterschied bringt die Ausführung geschliffen oder ungeschliffen?

Da die ungeschliffenen Platten herstellungsbedingte Unterschiede in der Oberflächenfarbe aufweisen können, ist der Einsatz von geschliffenen Platten im sichtbaren Bereich zu empfehlen. Dies gilt vor allem bei der Überlegung, Platten nachträglich zu streichen oder „natur“ zu belassen. Die Dickentoleranz bei geschliffenen Platten liegt bei +/- 0,3mm. Die Dickentoleranz von ungeschliffenen Platten liegt bei +/-0,7mm bis +/-1,0mm.

Welche Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung bzw. – Beschichtung gibt es für Duripanel?

Grundlagen für die Oberflächenveredelung: Alkalität:
Alle Farbbeschichtungen müssen in alkalischer Umgebung stabil sein, d.h. einem pH-Wert 12 standhalten. Beschichtung mit einer gegen Calciumhydroxid stabilen Farbe.
Diffusionsdichte: Der Beschichtungsaufbau ist hinsichtlich seiner beidseitigen Diffusionsdichte im Gleichgewicht zu halten, um mögliche Verformungen aus Feuchteänderungen zu begrenzen. Die Plattenrückseite muss vor der Montage so oberflächenbehandelt werden, dass nach der Endbeschichtung der Sichtseite wieder ein weitgehendes Gleichgewicht der Dampfdiffusionsdichte vorhanden ist.
Komponenten: Beschichtungssysteme sind so aufgebaut, dass Grundierungen, Zwischenbeschichtungen und Schlussbeschichtungen aufeinander abgestimmt sind. Der Austausch einzelner Komponenten ist jedoch immer mit den Farbherstellern hinsichtlich der Verträglichkeit (Rohstoffbasis) abzustimmen. Die technischen Datenblätter und Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers sind zu beachten.
Hinweis: Grundierungen stellen i.d.R. keinen Poren- und diffusionsdichten Abschluss der Plattenoberfläche dar. Aus diesem Grund müssen die im Weiteren auf die Plattenoberfläche aufgebrachten Materialien alkalibeständig sein.

Innenanwendung- Trocken/Normalbereiche:
Gut geeignet sind handelsübliche Dispersionsfarben. In Verbindung mit solchen Anstrichen nach DIN 53778 gilt auch weiterhin der Nachweis der Schwerentflammbarkeit für Duripanel B1 bzw. der Nachweis der Nichtbrennbarkeit für Duripanel A2. Eine Beschichtung mit Lasuren und Lacken ist ebenso möglich. Der Einsatz von geschliffenen Platten ist zu empfehlen, da die Oberflächen herstellungsbedingte Unterschiede aufweisen können.

Innenanwendung- Feuchträume:
Die Verwendung von Dispersionen in Feuchträumen ist ebenfalls möglich, allerdings ist hierbei eine beidseitige dampfdichte Grundierung (z.B. PCI-Wadian) notwendig. Bei Innenanwendungen mit großer Temperatur/ oder Feuchtebeanspruchung sind wasser- oder lösemittelhaltigen Acrylharz- oder Reaktionsharzfarben einzusetzen. Wir empfehlen hier den Einsatz der Trockenbauplatte Hydropanel.

Furnieren/ Kaschieren:
Das Furnieren und Verkleben von Echtholzfurnieren und HPL- Schichtstoffen auf Duripanel ist grundsätzlich unter Beachtung einiger Hinweise möglich.
Empfohlene Plattenqualität: Duripanel B1 und A2 geschliffen, mindestdicke 12 mm.
Leime- Echtholzfurniere: es eignen sich handelsübliche Holzleime auf PVAC- Basis.
Leime- Schichtstoffe: sie Verleimung mit Schichtstoffen sollte mit Polyurethan erfolgen.

Der ausgewählte Leim/ Kleber sollte im ausgehärteten Zustand stets etwas elastischer als das zu verklebende Material sein. Die technischen Empfehlungen der Kleber- bzw. Leimhersteller sind in jedem Fall maßgebend.
Ablauf: Das Einsatzmaterial ist vor dem Verkleben/Leimen zu entstauben. Die Pressdauer beträgt ca. 6- 10 min. bei Temperaturen von 40° bis 60°C. Der Furnier und Schichtstoffüberstand soll sofort nach dem Pressen abgeschnitten werden. Das Verfahren ist mit dem Leimhersteller abzustimmen.
Alkalität: Kleber und Leimstoffe müssen ausreichend (zementverträglich) alkalibeständig sein und in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Hersteller festgelegt werden.
Feuchtigkeit und Diffusionsdichte: Der Feuchtegehalt muss je nach gewählter Oberflächenveredelung zwischen 6% und 9% liegen, d.h. bei sehr dichten Kaschierungen oder bei Verwendung von Heizpressen müssen die Duripanel- Platten getrocknet bzw. durch geeignete Maßnahmen auf den richtigen Feuchtegehalt gebracht werden. Ein immer erforderlicher Gegenzug muss in seiner Wirkung mit der Deckschicht gleichwertig sein, um möglichen Verformungen entgegenzuwirken. Während des Transports, der Lagerung sowie der Bearbeitung ist das Einsatzmaterial vor Feuchtigkeit zu schützen. Einseitige Befeuchtung oder Austrocknung führt zum Verwölben der Platte.

Wie verhält sich Duripanel bei Nässe?

Bei den zementgebundenen Duripanelplatten ist besonders die geringe Dickenquellung infolge von Wasserlagerung hervorzuheben. Duripanel kann ständig unter Wasser gelagert werden, ohne sich in seine Bestandteile aufzulösen. Duripanel wird mit einem Feuchtegehalt ausgeliefert, der etwa der Ausgleichfeuchte bei 20°C und 60% relativer Luftfeuchte entspricht. Für Aufenthaltsräume in Wohngebäuden oder auch für Versammlungsräume sollte man ein Feuchtegleichgewicht bei ca. 50% relativer Luftfeuchte ansetzen. Unter bauüblichen Bedingungen kann im Jahresmittel ein Feuchtegleichgewicht bei ca. 60% relativer Luftfeuchte im Außenbereich aber auch im Innenbereich bei Feuchträumen als normal angesehen werden. Ist während der Bauphase oder Nutzungsphase mit erheblich abweichenden Luftfeuchten über und /unter der Platte zu rechnen, muss durch entsprechende Maßnahmen eine einseitige Feuchteänderung, z.B. durch Einbau dampfsperrender Schichten, verhindert werden. Gegebenenfalls ist im Innenbereich beidseitig eine dampfbremsende Grundierung (z.B. Wadian von PCI) vorzunehmen.

Können Sie Angaben zur Umweltverträglichkeit bzw. zu Formaldehyd und Bindemitteln bei Duripanel machen?

Duripanel ist ein aus natürlichen Rohstoffen hergestellter Baustoff. Duripanel ist vom Deutschen Institut für Bauen und Umwelt (DIBU). mit dem begehrten AUB-Siegel als „baubiologisch unbedenklich“ ausgezeichnet worden. Die Merkmale unseres Produktes sind: formaldehyd- und isocyanatfreies Bindemittel (Zement), frei von Holzschutzmittel- demzufolge frei von Lindan und fungiziden Zusätzen, geruchsneutral und baubiologische Unbedenklichkeit. Die Deponierung ist regional zu klären, wird i. d. R. auf Hausmüll- bzw. Bauschuttdeponien oder Müllverbrennungsanlagen entgegengenommen.

Kann Duripanel als Fassadentafel verwendet werden?

Nein.

Welchen sd-Wert hat Duripanel?

Bei einem Luftfeuchtegehalt von 50% bis 100% liegt der Wert bei 0,03m/mm.

Wie kann Duripanel mit welchen Befestigungselementen befestigt werden?

Um klimatisch bedingte Formänderungen (besonders Längenänderungen) klein zu halten, sollten zusammenhängende fugenlose Flächen nicht ausgeführt werden. Einlagige Beplankungen müssen nach DIN 4103-4 mindestens 12 mm dick ausgeführt werden. Die Verwendung von geschliffenen Duripanel ist zu empfehlen. Für die Beplankung von Trennwänden (Achsabstand 625 mm) ist eine zweilagige Beplankung 2 x 8 mm Duripanel B1 möglich. Diese Platten haben den Vorteil der leichteren Bearbeitbarkeit als z.B. 16 mm dicke Platten. Die Anschlüsse an andere Bauteile sollten mit einer Schattenfuge oder Abdeckleiste kaschiert werden. Die Verbindung der Platten mit Vollholz kann mit Nägeln, Klammern, Duripanel-I-Schrauben oder mit Schrauben nach DIN 1052 sowie nach Zulassung erfolgen. Das Schrauben ohne Vorbohren, ist nur mit zugelassenen Schrauben und der Duripanel-I-Schraube möglich. Das Handnageln ist nur mit Vorbohren möglich. Das Nageln mit druckluftbetriebenen Nagelgeräten, bis 25 mm Plattendicke, ist ohne Vorbohren möglich. Bei allen Varianten ist der, in Abhängigkeit zur Plattenstärke, vorgeschriebene Randabstand zu berücksichtigen.

 

 

Bei Unterkonstruktionen aus Metallständerwerk erfolgt die Beplankung mit 2 x 8 mm innere Lage stumpf gestoßen, äußere Lage mit sichtbarer Fuge. Stöße ausschließlich auf dem Ständer ausführen, nicht unterstützte Stöße sind unzulässig. Stöße der inneren und äußeren Lage versetzt anordnen. Eine dauerhafte nicht sichtbare Befestigung von Duripanelplatten im Innenraum kann als vorgehängte hinterlüftete Konstruktion mit dem Klebesystem SikaTack oder SikaBond realisiert werden.

Stoßüberarbeitung: Vorzugsweise sind Plattenstöße sichtbar auszuführen, d.h. gestalterisch mit einem Fugenband, Fugenprofil oder einer Deckleiste zu betonen. Bei dem Versuch einer Überarbeitung von Plattenstößen kann keine rissfreie Fläche garantiert werden (bei normalem Anstrich).

Überspachtelung versenkter Schraubenköpfe: Die Überspachtelung kann erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass am Befestigungspunkt langfristig keine Bewegung mehr stattfindet. Die Schraubenköpfe werden leicht versenkt und in der äußeren Lage mit einem Fliesplättchen abgedichtet und verspachtelt. Spachtelmassen im Trocken-/und Innenausbau:
Kunstharz- Dispersions-Spachtelmassen (topffertig) z.B. Ardion 82 (Ardex Chemie), Ardion 51 (Ardex Chemie), Thomsit R777 (Henkel Bautechnik), UZIN NC 405 (Uzin-Werk)

 

Ist Duripanel als aussteifende Beplankung zugelassen/ verwendbar?

Duripanel B1 findet als bauaufsichtlich zugelassene tragende und aussteifende Beplankung Verwendung.

Welche Wandaufbauten sind mit Duripanel möglich?

Es kann im Holzrahmenbau und Holzbau als Brandschutzbekleidung von Tragkonstruktionen und als Bekleidung von ein- oder zweischaligen Trennwänden eingesetzt werden. Duripanel ermöglicht einen diffusionsoffenen Wandaufbau, der bereits während der Bauzeit vor Witterungseinflüssen schützt.

Eignet sich Duripanel für Feuchträume?

Als Ausbauplatte für Feuchträume empfehlen wir die Trockenbauplatte Hydropanel aus unserem Sortiment.

Welche Anwendungen sind für Duripanel nicht ratsam?

Schwierigkeiten grundsätzlicher Art sind meistens im Zusammenhang mit dem Einsatz und der Bearbeitung zu sehen. Duripanelplatten kann man nicht verputzen und in Feuchträumen nicht verfliesen (Rissgefahr im Fliesenbild durch Dehnung und Schrumpfungsprozesse am Plattenstoß). A2 Platten sind auch nicht für schwimmende Verlegarbeiten im Fußbodenbereich geeignet (auf Grund schüsselnder Platten). Nur durch die Grundierung mit z.B. Wadian von PCI beidseitig, können diese Verformungen vermieden werden und die optische Witterungsbeständigkeit erhalten werden.